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Makrelenanlandungen in Schottland und Ireland PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Freitag, 06. Oktober 2006 um 19:28

Der "goldene Rush" in Ullapool-Schottland, Loch Swilly und Killybeg-Ireland

 

 

Bis zur politischen Wende wurden Makrelen in unglaublichen Mengen durch schottische und irische Ringwaden Fänger (RSW-Vessels - die Fische wurden in gekühlten Seewassertanks transportiert) i an die "Klondyker Flotte" die vor Ullapool im Loch Broom und Killybegs in der Donegal Bay (IRL) ankerte übergeben.

Die Mengen wurden durch schottische Inspektoren verifiziert. EG-Inspektoren begleiteten die Schotten während ihrer Arbeit.

Die Flotte der Klondyker waren hauptsächlich Trawler und Verarbeitungsschiffe aus der Sowjetunion, DDR, Rumänien, Polen, z.T Nigeria und später auch aus den Niederlanden

 

 

Polnischer Heckfänger wartet auf Makrelen im Loch Swilly NW-Irland (IRL)

 

Fangflotten aus dem Ostblock haben ein Nest in Schottland zum großen Fischereihafen gemacht / Von Reiner Luyken (1985)

Fabrikschiffen und Frachtern aus Rußland, Bulgarien, Rumänien, Polen und der DDR. Wie ein glitzerndes und gleißendes Lichtermeer leuchten nachts die tausend und abertausend Glühbirnen und Scheinwerfer und Morselampen dieser schwimmenden Stadt.

Tagsüber flitzen Kuriere in winzigen Schnellbooten zwischen den hochaufragenden Schiffsleibern hin und her. Die Mannschaften aus dem Ostblock tuckern in orangeroten Schaluppen zum Landgang ans Ufer. Zwischendrin manövrieren die schottischen Fischkutter, die neben den Ozeanriesen wie Spielzeug wirken. Ihre Fänge hieven sie in dickmaschigen Landenetzen an Bord der „Klondiker", wie man die Fabrikschiffe hier nennt. Klondike - das ist der Fluß im kanadischen Yukon, an dem 1896 der große Goldrausch ausbrach. Zwar dürfen die Schiffer aus dem Osten sich die Reichtümer hier nicht selber aus dem Meer holen, das bleibt den schottischen Fischern vorbehalten, aber sie fahren auch so nicht schlecht.

Als die Umweltschutzgruppe „Sea Shepherd" neulich die Regierung aufforderte, die Ostblockschiffe aus den britischen Gewässern zu verbannen, da sie ohne jede Rücksicht die Meere ausplünderten und sich so zu „Piraten der Neuzeit" entwickelt hätten, ließ kaum jemand in Ullapool etwas auf die regelmäßig im September ungeduldig erwarteten Besucher kommen. „Ohne die Klondiker herrscht doch hier im Winter Grabesstille", meint John „Regie" MacLeod, der mittlerweile als Schiffsliefe^ant mit den Russen ins Geschäft gekommen ist. Mit einer Mappe voll neuer Orders entsteigt er gerade seinem robusten Schnellboot, das er in elegantem Schwung an der Innenseite des Piers angelegt hat.

Am Pier herrscht ein Treiben, wie es vor wenigen Jahren noch unvorstellbar gewesen wäre. Damals fuhren von Ullapool nur einige Krabbenkutter aufs Meer hinaus, auf denen die Männer mühselig ihren Lebensunterhalt bestritten. Heute liegen die purse seiner in Dreier und Viererreihen an der Mole und warten darauf, über Funk zum Entladen zu einem der Klondiker abgerufen zu werden. Purse seiner - das sind die Superlative moderner Fischerei, die Nimrods des technologischen Zeitalters. Das Fangvermögen dieser nur dreißig bis vierzig Meter langen Schiffe ist geradezu phänomenal. Nicht zu Unrecht werden sie deshalb häufig als „ökologisches Desaster", als „maritime Staubsauger" verschrien. Doch wer einmal den Rausch der Jagd auf hoher See erlebt hat, der bekommt kribbelige Finger, wenn er eines dieser Boote vollbeladen bis zum Dollbord in die Bucht einlaufen sieht. Da blickt trotzig-zufrieden ein unrasiertes, übernächtigtes Gesicht aus dem Steuerhaus. Schwer schiebt sich der Schiffsleib unter der Last des Fangs wie ein halb abgetauchtes U-Boot durch das etwas aufgekräuselte Hafenwasser. Und wenn der Skipper dann sein Boot längsseits bringt, vermürt er sozusagen die Herausforderung und den Erfolg einer langen Nacht zur See an Land - dort, wo all die gewöhnlichen Sterblichen ihren Geschäftchen und Schiebereien nachgehen.

In Form von Fischhändlern hocken sie in kleinen Kabuffs, die wie Vogelkästen am oberen Stockwerk des Hafengebäudes kleben, und halten den ganzen Tag über spähend ihren Blick auf die Betriebsamkeit unter sich gerichtet. Ihre Gucklöcher sind säuberlich mit Namen gekennzeichnet: Croan R & Sons, Caley Fisheries und Clipper Seafoods Ltd. In ihren kahlen, nur mit einem Funkgerät, einem Telephon und vielleicht noch einem abgeschabten, alten Schreibtisch ausgestatteten Büros schlagen diese Jobber des Fischgeschäfts ungeheure Geldsummen um - den ganzen Reichtum der Minch. Im letzten Jahr wurden in Ullapool 175 000 Tonnen Heringe und Makrelen im Wert von über 18 Millionen Pfund Sterling (65 Millionen Mark) angelandet. Die Profite der Fischhändler bleiben dabei ein streng gehütetes Geheimnis. Den Fischern selbst geben sie jedenfalls immer wieder Anlaß zu heftigen Spekulationen. Alec West, selbst mittlerweile millionenschwerer Besitzer zweier purse seiner, fuhr vor ein paar Jahren eigens nach Moskau, um die ungenehmen Zwischenhändler auszuschalten und mit dem sowjetischen Außenhandelsministerium direkt ins Geschäft zu kommen. Ganz ohne sie kommt er dennoch nicht aus.

 

 

 

 An Bord eines englischen Kontrollschiffes "HMS Lindisfarn" zu den Fangplätzen der Makrelenfischer

 

 

 

 

 

Beim Snooker in einem Pub in Ullapool - W-Shore Street, Name ?

Die Gelegenheit zum Match zwischen der EU und den schottischen Inspektoren wurde während der Anlandepausen  gerne genutzt.

Aktualisiert ( Montag, 08. Dezember 2008 um 21:40 )
 
Willkommen beim Fischereigutachter PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Samstag, 18. Oktober 2008 um 00:00

 Herzlich Willkommen auf meinen Internetseiten!

 Ich möchte Sie recht Herzlich auf meinen Internetseiten begrüssen.Als Dienstleister bin ich Rund um die Fischerei tätig. Mit Schwerpunkt auf der Bewertung von Fischereifahrzeugen und Qualitätsfragen.

 

 
Aktualisiert ( Samstag, 18. Oktober 2008 um 16:02 )
 
Öffentliche Bestellung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Freitag, 17. Oktober 2008 um 00:00

Bestellung zum öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen

Am 102.2006 wurde ich durch den Präsidenten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zum Sachverständigen für das Fachgebiet 5.2.5. "Vermarktungseinrichtungen und Qualitätsfragen" bestellt. 

Aktualisiert ( Freitag, 17. Oktober 2008 um 20:48 )
 

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